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Kompetenz und Knowhow aus der Steiermark

Auch in der Welt der Schienenfahrzeuge ist die stetige Weiterentwicklung und Optimierung eine Garant für Innovation. 250 Spezialisten arbeiten gemeinsam mit der TU Graz und dem Institut „virtual vehicle“ des Joanneum Research laufend an der Verbesserung der fahrbaren Untersätze. Am Standort Graz sind insgesamt 1400 Mitarbeiter tätig und ermöglicht so die Umsetzung aller Fachdisziplinen von der Entwicklung über Einkauf, Fertigung und Qualitätskontrolle bis hin zum Projektmanagement.
Anforderung wie höchste Sicherheit und Haltbarkeit über Jahrzehnte sind ebenso Standart wie das Thema Digitalisierung und die Entwicklung von Innovationen im mechanischen Bereich. Vermeintlich simple, scheinbar längst ausgereizte Teile werden neu betrachtet.

Ein typisches Beispiel ist derzeit die Entwicklung einer neuen Welle, der Achse des Radsatzes. Die bisher geschmiedete Vorwelle soll jetzt zu einem Rohr umgestaltet werden, was zu einer Gewichtsersparnis von in etwa 45 Prozent führt. Pro Radsatz bedeutet das ein verringertes Gewicht von 200 bis 250 Kilo. Durch diese veränderte Konstruktion ist es zukünftig auch möglich, dass sich die Welle selbst überprüft. Der Hohlraum ist mit Luft im Überdruck gefüllt der mit Drucksensoren überwacht wird. Damit werden Haarrisse frühzeitig erkannt und langwierige Untersuchungen der Fahrwerke im Rahmen laufender Überprüfungsintervalle sind nicht mehr notwendig. Dies spart Zeit und Geld und erhöht gleichzeitig die Sicherheit. Stationäre Test verliefen bereits erfolgsversprechend und eine neue Welle ist im Güterverkehr im Testbetrieb.

Ein weiteres Beispiel wie Gewicht – und damit letztlich Energie – eingespart werden kann: Innengelagerte Fahrwerke bei Drehgestellen (etwa bei Hochgeschwindigkeitszügen), die künftig in Leichtbau gefertigt und aerodynamischer verkleidet werden, können enorme Verbesserungen bringen.

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