Nostalgie Dampflok
Eine Dampflok mit bewegter Geschichte
Die Mh.6 zählt zu den bekanntesten Dampflokomotiven der Mariazellerbahn und blickt auf eine mehr als hundertjährige, wechselvolle Geschichte zurück. Gebaut wurde die Heißdampflokomotive 1908 von Krauss & Co in Linz. Am 15. Juni desselben Jahres absolvierte sie ihre erste Probefahrt zwischen St. Pölten und Ober-Grafendorf.
Mit ihrer besonderen Konstruktion war die Mh.6 bestens für die engen Kurvenradien der Mariazellerbahn geeignet. Ihr Stütztender sorgte dafür, dass das Reibungsgewicht auch bei abnehmenden Kohle- und Wasservorräten weitgehend erhalten blieb.
Ihre Einsatzgeschichte führte die Lokomotive über verschiedene Strecken Niederösterreichs. Während des Ersten Weltkriegs stand sie zerlegt in Mariazell, später war sie unter anderem auf der Ybbstalbahn, der „Krumpe“ und den Waldviertler Schmalspurbahnen unterwegs.
1987 kehrte die Mh.6 schließlich auf ihre angestammte Strecke zurück. Zwei Jahre später begann eine aufwendige Restaurierung, bei der zahlreiche Bauteile nach Originalplänen neu angefertigt wurden. Am 21. April 1993 stand die Lokomotive erstmals wieder im historischen Erscheinungsbild unter Dampf.
Seit 2012 befindet sich die Mh.6 im Eigentum der NÖVOG. Mit ihrer eindrucksvollen Geschichte und ihrem weitgehend rekonstruierten Ursprungszustand ist sie heute ein besonderes Zeugnis österreichischer Schmalspurbahngeschichte.
Es finden regelmäßige Dampfzugfahrten auf der Mariazellerbahn zwischen St. Pölten und Mariazell statt. Nähere Informationen dazu finden Sie unter https://www.mh6.at/