Privatbahnen im Kanton Tessin; von Andreas Perren | DVD

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Die Ferrovia Lugano – Ponte Tresa Die Ferrovia Lugano – Ponte Tresa SSIF / FART (Centovallibahn)

Die Centovallibahn beginnt an der Simplonlinie im italienischen Bahnhof von Domodossola und führt durch die Täler Valle Vigezzo und Centovalli bis nach Locarno, wo die SBB-Linie Richtung Bellinzona und Gotthard beginnt; der Grenzbahnhof ist Camedo. Die Strecke ist schmalspurig, kurvenreich und weist einige Viadukten auf. Aufgrund der topografischen Verhältnisse gibt es auf der Schweizer Seite viele Tunnels. Zwischen Trontano und Masera steigt die Strecke mit 60 Promille hinauf und erreicht in Santa Maria Maggiore den höchsten Punkt (836 m), bis Locarno verliert die Strecke wieder über 600 Höhenmeter. Im August 1978 erlitt die Strecke nach einem Hochwasser schwerste Zerstörungen und war 2 Jahre lang unterbrochen. Seit 1990 unterfährt die Bahn die Stadt Locarno in einem Tunnel, vorher fuhr sie auf den Strassen durch die Stadt bis vor den SBB-Bahnhof.

FLP

Die Ferrovia Lugano – Ponte Tresa (FLP) fährt vom Hauptort Lugano an den italienischen Grenzort Ponte Tresa. Die Züge verkehren im Taktfahrplan, an Werktagen fährt alle 15 Minuten ein Zug. Früher gab es im Kanton Tessin 5 weitere Schmalspurbahnen sowie 3 Trambetriebe. Die FLP ist – wenn man von der internationalen Centovallibahn absieht – die einzige Überland-Schmalspurbahn im Kanton Tessin, die überlebt hat.

MG

Die Monte Generoso-Bahn ist eine schmalspurige Zahnradbahn, die von Capolago aus am südlichen Luganersee hinauf auf den Monte Generoso führt. Der Höhenunterschied beträgt rund 1330 m und die maximale Steigung 220 Promille. Die Strecke wurde erst 1982 elektrifiziert. Die Filmfahrt beginnt auf der Bergstation und endet, nach Passieren des SBB-Bahnhofs Capolago-Riva San Vitale, am Luganersee an der Endstation Capolago Lago.

SEFT

Bei der SEFT (Società Esercizio Ferroviario Turistico) handelt es sich um eine Museumsbahn-Gesellschaft. Sie betreibt die Reststrecke vom SBB-Bahnhof Castione-Arbedo nach Cama der ehemaligen Bahnlinie Bellinzona – Mesocco. Diese Bahnlinie wurde bis zur Stilllegung des Personenverkehrs am 28. Mai 1972 von der Rhätischen Bahn betrieben. Der Güterverkehr zwischen Castione-Arbedo und Mesocco blieb jedoch erhalten. Das 3,4 Kilometer lange Teilstück zwischen Bellinzona und Castione-Arbedo wurde hingegen nach der Einstellung des Personenverkehrs abgebrochen. Im August 1978 beschädigten schwere Unwetter den oberen Teil der Strecke stark, dies führte zur Stilllegung und dem Abbruch der Strecke ab Cama. In den 1990-er Jahren wurde auch der immer seltener gewordene Güterverkehr eingestellt, dafür hat inzwischen die SEFT auf dieser Reststrecke einen Museumsbahn-Betrieb eingeführt, der bis Oktober 2013 gut funktionierte und sehr beliebt war. Das Ende der Museumsbahn ist tragisch: Die Gemeinde Roveredo verlangt die Entfernung der Gleise, damit die Umgestaltung des Ortskerns von Roveredo möglich wird. Die bisher von Autobahn und Bahnlinie in der Mitte geteilte Ortschaft soll ein neues Zentrum erhalten. Die Sanierung der Eisenbahnunterführung wäre dabei mit grossen Kosten oder aufwändigen Umbaumassnahmen verbunden. Mit der Beseitigung der Gleisanlagen in Roveredo wäre die Strecke Castione-Arbedo – Cama in der Mitte zerschnitten, was die Weiterführung des Museumsbahnbetriebs praktisch verunmöglicht, auch deshalb, weil sich das Depot der Bahn im oberen Teil der Strecke, in Grono, befindet. Am 27. Oktober 2013 fuhren die letzten Museumszüge, und am 14. Dezember 2013 kam dann von den Behörden das definitive Aus für diese sympathische Museumsbahn. Die Filmfahrt ist noch während der Betriebszeit der Museumsbahn, im Juni 2012, erfolgt.

 

 

39,90 

Verfügbar bei Nachlieferung

Zusätzliche Information

Medium

DVD

Dauer

237

Sprache

DE

Erscheinungsjahr

2014

Produktionstyp

Fremdprodukt

Anzahl der Medien

2

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