Drosendorfer Lokalbahn | DVD

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Die Strecke Retz – Drosendorf auf dem Führerstand des ÖBB-Triebwagens 5047 051-7 als Regionalzug 2240 am 27. April 2000

Abfahrt Retz 13 Uhr 09
Ankunft Drosendorf 14 Uhr 06

Triebwagengewicht: 43,7 t
Triebwagenlänge: 25,42 m
Höchstgeschwindigkeit: 60 km/h
Maximale Neigung: 26 %o

 

Mit erläuterndem Kommentar

24,90 

Beschreibung

Abfahrt Retz 13 Uhr 09
Ankunft Drosendorf 14 Uhr 06

Triebwagengewicht: 43,7 t
Triebwagenlänge: 25,42 m
Höchstgeschwindigkeit: 60 km/h
Maximale Neigung: 26 %o

 

Mit erläuterndem Kommentar

 

 

 

DIE DROSENDORFER LOKALBAHN 

Die Strecke Retz – Drosendorf

auf dem Führerstand des

ÖBB-Triebwagens 5047 051-7

als Regionalzug 2240

am 27. April 2000

 

ab Retz 13.09

an Drosendorf 14.06

 Triebwagengewicht: 43,7 t

Triebwagenlänge: 25,42 m

Höchstgeschwindigkeit: 60 km/h

Maximale Neigung: 26 %o

 

Dauer: ca. 57 Min.

Mit erläuterndem Kommentar

13.09.25                  Bhf Retz

13.10.37                  Retzbach-Brücke

13.12.18                  B 35

13.18.46                  B 30

13.19.40                  Hst Hofern

13.21.55                  Bhf Nieder Fladnitz

13.23.35                  Kajabach-Brücke

13.27.12                  Prutzendorferbach-Brücke

13.27.18                  H-Lst Pleißing-Waschbach

13.31.37                  Bhf Weitersfeld NÖ

13.36.31                  Fugnitz-Brücke

13.38.05                  Hst Ober Höflein

13.39.10                  Hst Anglerparadies Hessendorf

13.41.02                  Hst Hessendorf

13.44.50                  Bhf Langau

13.50.36                  B 30

13.55.45                  Hst Geras-Kottaun

13.58.23                  Thumeritzbach-Brücke

14.00.15                  H-Lst Zissersdorf

14.06.25                  Bhf Drosendorf

ume fehlen. Daher wird man auf ein Beschleunigungs-Programm – ähnlich dem auf der Strecke Friedberg – Oberwart – hier wohl vergeblich warten.

 

13.24.40                  Eine weitere Ankündigungstafel einer Langsam-Fahrstelle taucht auf, diesmal für 50 km/h.

 

13.25.03                  Mit 10 km/h weniger bewegen wir uns in ein Gefälle mit bis zu 19 Promille.

 

13.25.25                  Die Steigerung um 10 km/h ist vorerst nicht möglich, weil seit 1998 eine  300 Meter lange Langsam-Fahrstelle für 50 km/h gilt.

 

13.25.45                  Die Ende-Tafel der Langsam-Fahrstelle wurde wegen besserer Erkennbarkeit nicht – wie üblicherweise vorgeschrieben – links vom Gleis aufgestellt, sondern im Außenbogen.

 

13.26.38                  Der Zug verlangsamt um 15 km/h.

 

13.27.08                  50 km/h gelten ab der Halte- und Ladestelle Pleißing-Waschbach. Nach der Prutzendorferbach-Brücke kommt ihr 62-Meter-Bahnsteig samt Unterstand in Kilometer 14,35. Zur bevorzugten Fracht gehören Stroh und Rundholz.

 

13.27.35                  Bei Streckeneröffnung war die Verkehrsstelle ein Bahnhof. Seit 1936 existiert der derzeitige Status. 1978 wurde sie wie andere auch unbesetzt. Eine Attraktion des Umlandes ist das jährliche Kürbisfest.

 

13.28.12                  Wir vollziehen eine Drehung in Richtung Südwesten und beschleunigen auf 60 km/h. Die Neigungsverhältnisse schwanken sichtlich zwischen Steigung und Gefälle.

 

13.29.30                  Die Strecke wechselt vom Verwaltungsbezirk Hollabrunn in jenen von Horn.

 

13.30.10                  Vor uns sehen wir den Markt Weitersfeld mit der barocken Pfarrkirche. In ihm haben 1.842 Einwohner ihr Zuhause.

 

13.31.18                  Die riesigen Silotürme des Lagerhauses überragen den Bahnhof Weitersfeld NÖ. Er ist ebenfalls durch eine Trapeztafel anstelle eines Einfahrsignals gesichert.

 

13.31.37                  429 Meter über dem Meer weisen die Gleise maximal 134 Meter Nutzlänge auf. Sie werden eindeutig mehr vom Güterverkehr benützt. Besonders Holz, Getreide und  Erdäpfel gelangen zur Verschickung.

                                                               Rechts ein kadmiumgelber Motorbahnwagen. Der 98-Meter-Bahnsteig ist mit Fahrweg-Endetafel und Haltepunkttafel ausgestattet, letztere gut in der Führerstands-Einblendung zu sehen. Vor dem schönen Aufnahmegebäude in Kilometer 17,88 beobachtet der Fahrdienstleiter unsere Ankunft.

 

13.32.15                  2 Jahre nur Weitersfeld genannt, wurde der Bahnhof 1912 um den Zusatz „in NÖ Lokalbahn“ erweitert, 1938 um den Klammerausdruck „Waldviertel“. Seit 1946 heißt er wie heute. Die Abfertigung durch den Fahrdienstleiter erfolgt 18 Sekunden früher, als im Fahrplan vorgesehen. Das wird auch beim nächsten Halt so sein.

 

13.32.53                  Mit 45 km/h beginnen wir eine Richtungsänderung auf Nordwesten, unterbrochen von einigen westlich ausgerichteten Zwischenpassagen. Der Anstieg wird im Vergleich mit dem horizontal verlegten Ladegleis deutlich.

 

13.33.18                  Es setzt wieder ein längeres Gefälle ein.

 

13.33.25                  Die Geschwindigkeit darf auf 60 km/h gesteigert werden. Der Regionalzug 2240 erzielt nun das höchste Durchschnittstempo zwischen 2 Betriebsstellen mit 53,9 km/h. Genießen Sie jetzt 2 Minuten lang ungestört die Landschafts- und Fahreindrücke.

 

13.35.22                  Links erstreckt sich der Sulzwald.

 

13.36.23                  Wir kommen während der Stationsansage zur Fugnitz-Brücke, einem der wenigen Kunstbauten dieser Lokalbahn.

 

13.37.00                  Hier finden Tauscharbeiten an Schwellen und Schienen statt. Bei den Arbeiten mit Handstopfmaschinen wird derzeit offensichtlich pausiert; weitere Schienen liegen schon zum Austausch bereit. Er ist für den Mai vorgesehen.

 

13.37.53                  Die Haltestelle Ober Höflein in Kilometer 22,82 und ihr 77 Meter langer Bahnsteig  werden ohne Halt passiert. Als Bahnhof in Betrieb genommen, kam 1951 die Abwertung zur unbesetzten Halte- und Ladestelle. Seit 1998 ist sie nur mehr eine Bedarfshaltestelle.

 

13.38.25                  Die erste Haltestellentafel dieser Fahrt steht innerhalb der kürzesten Etappe mit 884 Metern.

 

13.38.43                  Rechts ist der Nesselbach teilweise zum Fischgewässer aufgestaut, das sich eines regen Zuspruchs erfreut. Seit 1999 gibt es daher in Kilometer 23,71 die Haltestelle Anglerparadies Hessendorf. Mit 60 Metern ist ihr Bahnsteig der kürzeste der Drosendorfer Lokalbahn.

 

13.40.03                  Wegen des geringen Stationsabstandes steht auch hier eine Haltestellentafel.

 

13.40.17                  Mit 50 km/h befahren wir eine kurze Abweichung nach Norden.

 

13.40.54                  1932/33 war die Haltestelle Hessendorf in Kilometer 24,70 aufgelassen. Ihr neuer  Bahnsteig mit erhöhten Kanten ist 62 Meter lang und wird ohne Stopp passiert.

 

13.41.12                  Der Triebfahrzeugführer schaut sicherheitshalber im Außenspiegel zurück, ob nicht doch jemand nachkommt.

 

13.41.35                  Es kommt neuerlich zur Steigerung auf 60 km/h.

 

13.42.15                  Auf Nebenbahnen ersetzt oftmals eine schwarz-weiße Kreuztafel das Vorsignal.

 

13.42.55                  Der Bahnhof Langau erhielt wegen des einstigen Kohlenverkehrs als einziger der Strecke Einfahrsignale. Die früheren Formsignale sind Lichtsignalen gewichen. Da das für uns gültige „Halt“ zeigt, heißt es bremsen, und zwar bis zum Stillstand. Selbst ungeduldiges Signalgeben hilft nichts. Daher erreichen wir jetzt nur die niedrigste Durchschnittsgeschwindigkeit zwischen 2 Stationen mit 26,7 km/h.

 

13.43.35                  Beim 890-Seelen-Ort Langau war einstmals das Waldviertler Braunkohlenrevier. Schon zur Zeit des Bahnbaus entdeckte man die Vorkommen, beutete sie aber erst 1948 – 1964 infolge Nachkriegsknappheit aus. Die nördlich des Ortes gelegene „Grube Austria“ förderte in erster Linie für die Wiener Dampfkraftwerke und die ÖBB. 2 mit Wasser gefüllte Bergwerksseen wurden von der Gemeinde zu Bade- und Surfseen umfunktioniert.

(13.44.03)               Endlich gibt das Signal die Einfahrt mit 40 km/h frei.

 

13.44.18                  Bei Tempo-Reduktion um mehr als 20 km/h oder 20 Prozent ist eine dreieckige Ankündigungstafel im Bremsweg-Abstand aufgestellt. Hier avisiert sie 25 km/h.

 

13.44.35                  Der Bahnhof Langau liegt 457 Meter hoch in Kilometer 26,49. Sein Frachtaufkommen besteht vorwiegend aus Stroh und Getreide. Der Fahrdienstleiter kommt uns in der Einfahrt entgegen, um nach uns die Weiche zu stellen. Über die Ablenkung gelangen wir aufs 181-metrige Überholgleis. Es kommt zur Kreuzung mit einem 5047er [fünfzig-siebenundvierziger] als Regionalzug 2249 [zweiundzwanzig-neunundvierzig] von Drosendorf nach Retz. An ihm können wir das Aussehen unseres Fahrzeugs ablesen. Der 116 Meter lange Bahnsteig weist sogar 2 Haltepunkttafeln je nach Zuglänge auf. Für uns gilt die erste.

 

13.45.25                  Den längsten Halt mit 4¾ Minuten haben wir durch Schnitt um 3 Minuten gekürzt. Trotzdem bleibt genug Zeit, unser Triebfahrzeug vorzustellen. Der Fahrdienstleiter macht sich nämlich auch zu Fuß auf, um die Ausfahrtsweiche für unser Gleis zu stellen.

 

13.49.00                  1987 bis 1995 wurden von Jenbacher 100 Triebwagen geliefert. Unser 5047 051-7 [fünfzig-siebenundvierzig-null-einundfünfzig-strich-sieben] mit dem Baujahr 1991 ist in Wien Ost stationiert. Er hat wie alle die Achsfolge B´2´[be-strich-zwei-strich] und einen Dieselmotor mit Turboaufladung und Ladeluftkühlung. Dieser leistet 419 Kilowatt und ermöglicht 120 km/h. Seine Schalldämmung und die des Führerstandes sorgen für weniger Lärmbelästigung. Eine Vielfachsteuerung erlaubt das Fahren von 4 Triebwagen im Verband. 62 Sitzplätze sowie ein Mehrzweckraum für Fahrräder und Gepäck sind vorhanden. Das Fahrzeug misst 25,42 Meter und wiegt 43,7 Tonnen. Die Farbgebung ist ab der Ordnungsnummer 33 verkehrsrot-ultramarinblau-achatgrau.

 

13.49.47                  Die Abfertigung durch den Fahrdienstleiter erfolgt 1 Minute verspätet von der Ausfahrtsweiche aus mit seinem Befehlsstab.

 

13.50.10                  Die Ausfahrt ist durch den Buchfahrplan mit 40 km/h limitiert. 25 km/h sind dann 300 Meter weit die minimale Streckengeschwindigkeit auf der Drosendorfer Lokalbahn. Mit ihr wird ein enger Bogen nach Südwesten beschrieben und dabei die B 30 ein zweites Mal gekreuzt.

 

13.50.38                  Nun geht es mit 50 km/h und nach 100 Metern mit 60 km/h weiter. Die nächsten 2½ Kilometer verlaufen nämlich zwischen Geraser Feld und Katzlwiesen ziemlich geradlinig und erlauben die Zughöchstgeschwindigkeit. Die Steigung erreicht fallweise wieder 25 Promille.

 

13.52.00                  Die Drosendorfer Lokalbahn hat im Laufe ihres Bestandes die unterschiedlichsten Triebfahrzeuge erlebt. Zur Zeit der Dampflokomotiven waren es die Reihen 77, 91, 93 und 52, ja sogar der Dampftriebwagen 3071 [dreißig-einundsiebzig] war hier im Einsatz. Mit Einzug der Dieseltraktion bestimmten zunehmend Loks der Reihen 2143 [einundzwanzig-dreiundvierzig] und 2050 [zwanzig-fünfzig] das Geschehen, unterstützt von den Triebwagen 5042 [fünfzig-zweiundvierzig] und 5145 [einundfünfzig-fünfundvierzig]. Seit dem Winterfahrplan 1993/94 sind nur mehr Triebwagen der Reihe 5047 [fünfzig-siebenundvierzig] im Einsatz.

 

13.53.15                  Nach einem in seiner Bedeutung schon erwähnten Gruppenpfeifpflock wird in einer groß angelegten S-Kurve westnordwestliche Richtung eingeschlagen und dabei der bewaldete Hufnagelberg umfahren.

 

13.53.42                  Das Tempo geht für 15 Sekunden um 10 km/h zurück.

 

13.53.55                  Da Gruppenpfeifpflöcke für mehrere Übergänge wirksam sind, muss das Ende ihres Geltungsbereiches extra signalisiert werden. Dies tut ein mit rotem Abschluss versehener weißer Pflock nach dem letzten Übergang.

 

13.55.15                  Die Strecke fällt nun mit 26 Promille. Gleichzeitig sinkt die Geschwindigkeit auf 50 km/h. Von rechts schiebt sich der Langer-Teich ins Bild.

 

13.55.40                  60 km/h gelten ab der Haltestell
Geras-Kottaun
in Kilo

Zusätzliche Information

Medium

DVD

Dauer

57 Minuten

Sprache

DE

Erscheinungsjahr

2000

Produktionsjahr

2000

Produktionstyp

Eigenprodukt

Anzahl der Medien

1

Kommentar

Ja

Streckeninfos

fix

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