Krumpe

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LOKORAMA Die „Krumpe“

Die 760-mm-Schmalspurstrecke St. Pölten Hbf – Ruprechtshofen auf dem Führerstand des ÖBB-Triebwagens 5090 015-8
als Regionalzug 6843
am 2. Juni 2002

ab St. Pölten Hbf 9.35
an Ruprechtshofen 10.45

Triebwagengewicht: 31 t
Triebwagenlänge: 18,3 m
Höchstgeschwindigkeit: 60 km/h
Maximale Neigung: 25 %o

Dauer: ca. 68 Min.
Siehe Bilder von der Führerstandsmitfahrt in der Galerie!
„Dieser Film entstand in Zusammenarbeit mit den Österreichischen Bundesbahnen“

Zum VIDEO:

Es war der 2. Juni 2002. Das niederösterreichische Alpenvorland zeigte sich von seiner schönsten Seite. Saftig grüne Wiesen, blühende Bäume und eine herrliche Fernsicht.
Dazu eine historische Bahnfahrt. Denn an diesem Tag fuhr der Regionalzug 6843 auf der 760mm Schmalspurstrecke ein letztes Mal durchgehend bis nach Ruprechtshofen. Und auch beim letzten heute noch befahrenen Teilstück bis Mank ist es nur mehr eine Frage der Zeit, bis auch hier der Bahnverkehr eingestellt wird.

Zur Geschichte der Bahn:

Die „Krumpe“ geht auf Pläne aus dem Jahr 1871 zu­rück, wurde 1895 von den „Niederösterreichischen Landes­bahnen“ als schmalspurige „Lokalbahn St. Pölten – Kirchberg a. d. Pielach – Mank“ beschlossen und 1896 zu bauen begonnen. Am 4.7.1898 konnte der Abschnitt bis Kirchberg eröffnet und mit Dampflokomotiven befahren werden.
Am 1.6.1997 wurde Ober Grafendorf Zugleitbahnhof für die Zugleitstrecke nach Wieselburg an der Erlauf. Diese beginnt in 279 Metern Seehöhe wieder bei Kilometer 0. Als Strecke 154 im Netz-Betrieb Ost ist sie ebenfalls im Fahrplanbild 115 verzeichnet.
Die Inbetriebnahme dieser Nebenlinie ging in 3 Etappen vor sich: Ab 27.7.1898 konnte man von Ober Grafendorf nach Mank fahren, am 5.8.1905 war der Abschnitt Mank – Ruprechtshofen fertig, und am 29.6.1927 folgte der Rest bis Gresten. Den Betrieb führten anfangs die „Niederösterreichischen Landesbahnen“, ab 1922 die BBÖ. 1935 ging die Bahn in das Eigentum des Staates über. Am 1.6.1997 wurde der Zugleitbetrieb mit Mobiltelefonen nach Wieselburg a. d. Erlauf aufgenommen.

Im Güterverkehr verwendete man ursprünglich Schmalspurwaggons und lud die Fracht um. Dann waren auch ungebremste Rollböcke für aufgeschemelte Normalspur-Güterwagen in Verwendung. Sie ersetzte ab 1985 der Rollwagenbetrieb mit in Wieselburg a. d. Erlauf aufgeschemelten Normalspurwagen, ab 1987 von St. Pölten Alpenbahnhof aus. Mit 1.1.1999 wurde der Güterverkehr durch eine Annahmesperre eingestellt und die Frachtabfertigung auf der gesamten Strecke aufgelassen.

Seit 1.1.1991 ruht der Personenverkehr zwischen Wieselburg a. d. Erlauf und Gresten zwecks Schaffung von Streckenkapazität für Güterzüge zu den Firmen Mösser und Welser. 1995 kam es zu einer weiteren Teileinstellung: Die meisten Regionalzüge endeten wie unserer in Ruprechtshofen. Vom 12.9.1997 bis 16.11.1998 wurde der Abschnitt zwischen Wieselburg a. d. Erlauf und Gresten auf Normalspur umgebaut. Im Juni 1999 existierte nur mehr ein Zugpaar bis Wieselburg a. d. Erlauf, gebildet aus Lok und Wagen; unser Fahrzeug verkehrte am 29.5.1999 als letzter Plantriebwagen über Ruprechtshofen hinaus, am 14.2.2000 endete der Personenverkehr in Ruprechtshofen, seit 15.12.2002 in Mank.

24,90 

Zusätzliche Information

Medium

DVD

Dauer

68 Minuten

Sprache

DE

Produktionstyp

Eigenprodukt

Anzahl der Medien

1

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