Mauretanien Erzzug Quelle Ammar Hassan 1200x615 - Mit dem Erzzug quer durch die Wüste

Mit dem Erzzug quer durch die Wüste

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Mauretanien liegt im Nordwesten Afrikas und ist zu zwei Drittel von Wüste bedeckt. Der Erzabbau ist einer der wichtigsten Wirtschaftszweige und bietet zahlreichen Mauren eine Arbeitsmöglichkeit. Der Transport des Rohstoffs an die Atlantikküste im Westen führt über die einzige Bahnlinie des Landes. Aber es wird nicht nur Erz transportiert – der Zug ist die Lebensader und Hoffnungsträger. Eine Fahrt auf den Erzwaggons ist kostenlos, aber auch schmutzig und gefährlich. Es empfiehlt sich eine bezahlte Mitfahrt im Personenwaggon, der sich am Ende des bis zu drei Kilometer langen Zugs befindet.

Auf der knapp 700 km langen Strecke mühen sich drei Diesellokomotiven, um dreimal täglich die schwere Fracht durch die Wüste zu ziehen. Bis zu 17.000 Tonnen an Gewicht sind besonders für die Schienen eine große Belastung, auch wenn nur mit maximal 50 km/h gefahren wird. So wundert es nicht, dass an gewissen Punkten die Gleise alle paar Wochen ausgetauscht werden müssen. Auch wenn die Überfälle durch Banditen entlang der Bahnstrecke in den letzten Jahren abgenommen haben – eine Reise in den westafrikanischen Staat ist aktuell leider nicht zu empfehlen. Neben der unsicheren Lage im Nachbarland Mali, die sich auch auf Mauretanien auswirkt, ist es vor allem die Entführungsgefahr durch terroristische Gruppen.

Mauretanien Erzzug
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