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Auf den historischen Gleisen der Sulmtalbahn

Die im Jahre 1907 eröffnete Sulmtalbahn war 60 Jahre lang für die Region zwischen Leibnitz und Pölfing-Brunn eine wichtige Verkehrsader, die das Leben in dieser Zeit wesentlich bestimmt hat. Denn neben der Personenbeförderung hatte die Bahn vor allem für den Güterverkehr eine große Bedeutung.

Im Gegensatz zu heute, wo jeden Tag unzählige Fotos und Videos von Streckenabschnitten, Lokomotiven und Triebzügen in der digitalen Welt verbreitet werden, ist es für die Nachwelt sehr schwierig, historische Dokumente aus längst vergangenen Tagen aufzutreiben. Mit unermüdlichem Einsatz und einer guten Portion Hartnäckigkeit ist es Dietmar Zweidick gelungen, über viele Jahre hinweg Unterlagen und Informationen über die Sulmtalbahn zu sammeln. Dazu gehören auch unwiederbringliche Raritäten wie zum Beispiel beleuchtete Stationstafeln, Gleiselemente oder auch Teile aus einem aufgelassenen Stellwerk.

Die erste geschichtliche Aufarbeitung über die aufgelassene Bahnstrecke wurde von Dietmar Zweidick und Monika Andrä im Jahr 2007 veröffentlicht. Sie sollte Jahre später als Basis für das Filmprojekt über die Sulmtalbahn dienen. Gemeinsam mit dem Filmklub Leibnitz ist es Dietmar Zweidick in intensiver Zusammenarbeit mit Heimo Holik gelungen, einen informativen und hochwertig produzierten Film über die Geschichte der Bahn zu veröffentlichen, der erstmals im Oktober 2019 präsentiert wurde. Neben authentischen Berichten von Zeitzeugen sind es vor allem die historischen Aufnahmen aus der Blütezeit der Sulmtalbahn, die dieses Filmprojekt so wertvoll machen.

Die Dokumentation ist ab sofort in unserem Onlineshop als DVD erhältlich:

Bilder von den Dreharbeiten und der Filmpräsentation im Oktober 2019 in Leibnitz

Die Modellbahnanlage der Freunde der Sulmtalbahn

Wer die Sulmtalbahn im Fahrbetrieb erleben möchte, hat dazu in südsteirischen Gleinstätten die Möglichkeit: Die „Freunde der Sulmtalbahn“ haben auf einer Länge von 125m die Strecke im Maßstab 1:87 mit sämtlichen Bahnhöfen und Haltestellen originalgetreu nachgebaut. Für die Umsetzung waren intensive Recherchearbeiten notwendig, um brauchbare Bilddokumente auftreiben zu können, da vieles in dieser Form heute nicht mehr vorhanden ist. Ein besonderes Highlight ist der Nachbau von Schloß Ottersbach und der Kremser Mühle, der sich in die gesamte Anlage optimal einfügt. Die dargestellten Szenen entlang der Strecke bieten einen unterhaltsamen und abwechslungsreichen Einblick in das Leben an der Sulmtalbahn, wie es sich durchaus abgespielt haben könnte. Diese Anlage ist in jedem Fall einen Besuch wert. Informationen erhalten Sie bei den Freunden der Sulmtalbahn unter:
https://karlheinzgrubelnik.wixsite.com/sulmtalbahn

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